IRRT-Kurse

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) von Prof. Mervyn Schmucker

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Die IRRT ist eine Therapiemethode zur Behandlung von PTBS und anderen Traumafolgestörungen. Visuelle und verbale Interventionen werden kombiniert, um Zugang zu belastenden traumabezogenen Bildern zu gewinnen, diese zu Konfrontieren, zu transformieren und emotional zu bewältigen.

Eine IRRT-Sitzung verläuft in der Regel in drei Phasen:

  • Phase 1 – das Wiedererleben in sensu belastender Bilder und assoziierten Emotionen des Traumas;
  • Phase 2 – die Konfrontation und Entmachtung des Täters durch das AKTUELLE ICH des Patienten;
  • Phase 3 – die Entwicklung von Bildern der Beruhigung, Tröstung und Versöhnung zwischen AKTUELLEM ICH und TRAUMATISIERTEM-ICH bzw. dem KIND-ICH

Die IRRT zeichnet sich durch die folgenden Hauptaspekte in der Behandlung aus:

  • Die sokratische Haltung des Therapeuten, d.h. eine inhaltlich offene, fragende und paraphrasierende Haltung. Der Therapeut gibt lediglich den formalen Rahmen der Imagination vor und hält den Patienten “auf Kurs”. Die inhaltliche Gestaltung des Prozesses ist Aufgabe des Patienten. Der Patient selbst ist der Wissende, der Therapeut hilft ihm lediglich dabei, dieses Wissen zu entdecken.
  • Die Arbeit mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen als Protagonisten auf der INNEREN BÜHNE des Patienten. Die wichtigen Protagonisten sind dabei das DAMALIGE ICH / KIND-ICH, das AKTUELLE ICH sowie der Täter bzw. das Täterbild.
  • Die Betonung von Nuancen in der sprachlichen Formulierung der Fragen und Aussagen des Therapeuten. In der Regel werden offene statt geschlossene Fragen gestellt. Durch geschicktes Formulieren, z.B. Verwendung des Konjunktivs oder die Formulierung eines Handlungswunsches vor der eigentlichen Handlung können auch schwierige Entwicklungsschritte für den Patienten ermöglicht werden.

In mehreren kontrollierten und naturalistischen Studien zeigte IRRT eine gleich ausgeprägte Wirksamkeit bei posttraumatischen Störungen wie verlängerte Exposition (Prolonged Exposure) und EMDR. Im Workshop wird das Therapieprinzip hergeleitet und eine Einführung in die Methode gegeben, u.a. mit Videodemonstrationen und Rollenspielen.

Weitere Infos über die IRRT Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy.

Termine und Anmeldung


Literaturempfehlung zur Vorbereitung:


Schmucker M, Köster R: Praxishandbuch IRRT.

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy bei Traumafolgestörungen,
Angst, Depression und Trauer.
Klett-Cotta, Stuttgart, 2. Auflage 2015. 439 S. Mit einem Vorwort von Martin Hautzinger
und Dirk Zimmer und einem Nachwort von Philipp Herzog.


Schmucker M, Köster R: Den Selbsthass überwinden – Versöhnung mit dem Kind-Ich.
In: Priebe K, Dyer A (Hrsg.): Metaphern, Geschichten und Symbole in der Traumatherapie. Hogrefe, Göttingen, 2014. S. 143-50
Selbstverständlich unterstützen Sie die Supervisoren bzw. die Institutsleitung bei der Antragsstellung. Dann müssen Sie auch gar keine Einzelbescheinigungen der belegten Kurse einreichen. Falls Sie Kurse verschiedener Institute kombinieren möchten, ist eine Zertifizierung auf Basis von "Individual Studies" möglich. Dann müssen Sie allerdings alle Einzelbescheinigungen einreichen und darauf achten, dass alle Module belegt wurden.


Schmucker M, Köster R: Narrative Um-Schreibung: Imagery Rescripting &
Reprocessing Therapy (IRRT).

In: Linden M, Hautzinger M (Hrsg.): Verhaltenstherapiemanual.
8. Aufl., Springer, Berlin, Heidelberg, 2015. S. 379-382

Schmucker M, Köster R: IRRT bei PTBS.
In: Stavemann HH (Hrsg.): Therapie-Tools Integrative KVT.
Beltz, Weinheim, Basel, 2015. S. 442-473.

Ahrens-Eipper S, Nelius K: Trauma first – das Seefahrercamp 6-10.
KJP-Verlag, Halle/Saale, 2014. 416 S.